Positiver Saisonauftakt zu Ostern
Die Saison hat noch gar nicht richtig begonnen und schon ist es Zeit für eine erste Bilanz. An den Osterfeiertagen war der norditalienische See gut besucht. Zwar liegen noch keine offiziellen Daten vor, doch wer sich an den Feiertagen am Benacus aufhielt, der kam nicht umhin, die vielen Wochenendurlauber und Ausflügler zu bemerken. Sie reisten aus dem In- und Ausland an. Hotels wie Campingplätze konnten von guten Gästezahlen berichten.
Es sei genauso gelaufen, wie man vorhergesehen hatte, so Giovanni Bernini, Präsident der Vereinigung Assogarda Camping. Nach einem sehr positiven Saisonstart Anfang April mit der Vinitaly-Weinmesse, sei es auch zu Ostern gut gelaufen. Zu verdanken sei dies auch dem schönen Wetter und den frühlingshaften Temperaturen gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr, so Bernini, habe man sicher mehr Feriengäste verzeichnen können. Zurückzuführen sei dies auf zwei Aspekte: Ostern wurde im vergangenen Jahr sehr früh gefeiert und das Wetter spielte absolut nicht mit.
Eins geht jedoch auch aus den Fremdenverkehrsdaten dieser Osterfeiertage hervor: die Urlauber entscheiden sich immer häufiger für Kurzurlaube. Selten, so der Präsident der Assogarda Camping, hielten sich die Feriengäste eine ganze Woche am See auf. Dieses Verhalten sei sowohl unter den italienischen als auch den ausländischen Feriengästen zu beobachten.
Und wie sind die Prognosen für den Sommer? Juli und August stellten zumindest für die Campingplatzbesitzer kein Problem dar. Im Speziellen aus dem Ausland seien bereits viele Buchungen eingetroffen. Die Italiener zögen es hingegen vor, in letzter Minute zu buchen. Weniger sicher sei man in Bezug auf die so genannte Nebensaison, fuhr Bernini fort.
Vorsichtig in seinen Vorhersagen ist auch Antonio Pasotti, Präsident der Veroneser Hoteliersvereinigung Ugav. Um eine erste Bilanz ziehen zu können, müsse man Pfingsten abwarten. Vor Juni sei es schwer, zuverlässige Vorhersagen zu machen. Doch auch Pasotti bestätigt die guten Ergebnisse der Ostertage. Man habe allerdings ein unterschiedliches Touristenaufkommen im nördlichen und südlichen Gardaseebereich beobachten können. Am südlichen Gardasee mit seine Vergnügungsparks sei es sehr gut gelaufen. Hier waren viele Hotels ausgebucht. Anders lief es im nördlichen Teil des Veroneser Ufers. In einigen Ortschaften sei so manches Hotel nicht ausgebucht gewesen. Zurückzuführen sei dies unter anderem darauf, dass der Urlauber, der den nördlichen Gardasee als Reiseziel wählt, traditionell andere Interessen hat: er sei von dem Monte Baldo oder von den Segelmöglichkeiten im Alto Garda angezogen.
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