Sunday, September 05, 2010
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Eine Piazza Bra „alla Franco Zeffirelli”

Nicht irgendjemand, sondern der Star-Regisseur Franco Zeffirelli zeichnet für die Neugestaltung des Piazza Bra in Verona verantwortlich. Der „Liston“, so wird die Restaurantmeile in Arena-Nähe genannt, soll einen neuen Look erhalten. Einheitlicher soll sich der Platz in Zukunft präsentieren.

Wenige Tage vor Beginn der 87. Opernfestspiele war der aus Florenz stammende Regisseur in Verona zu Gast und traf sich mit Bürgermeister Flavio Tosi und Francesco Girondini, Oberintendant der Fondazione Arena, der Stiftung, die das Festival in der Arena organisiert. Im Laufe des Treffens machte Zeffirelli neue Vorschläge zur Verschönerung der Piazza. Neben den neuen Marquisen in den Farben Kreme, Rosa und Ziegelrot, die ab der kommenden Sommersaison den Liston schmücken werden, könnten noch weitere Eingriffe vorgenommen werden. Mit ihnen, so der Regisseur, soll an die Operntradition in Verona erinnert werden.
Zu den Vorschlägen von Zeffirelli zählt zum Beispiel eine Bronzestatue des Soprans Maria Callas, die am Eingang zum Parkett Platz finden könnte. Schon seit zwanzig Jahren, so Zeffirelli, dächte er über die Statue nach. Er habe auch einen Entwurf, der sogar schon im Pushkin-Museum in Moskau ausgestellt worden sei. Die Statue sei etwas höher als Maria Callas und habe die Hände und das Gesicht aus Marmor. Der Rest des Körpers sei hingegen aus Bronze. Maria Callas ist am 2. August 1947 zum ersten Mal in der Arena aufgetreten und fühlte sich mit der Stadt sehr verbunden. Sicher würden sich viele Touristen an der Seite der „Göttlichen“ fotografieren lassen. Der Preis der Statue? 10.000 Euro, so der Regisseur, der noch weitere Ideen hat. Rund um die Grünanlage des Piazza Bra könnten zum Beispiel Büsten der Opernsänger aufgebaut werden, die in der Arena aufgetreten sind. Auch dies würde zum Ruhm der Opernstadt Verona beitragen.
Ein letzter Vorschlag Zeffirellis, der so alt wie das Opernfestival ist, nämlich 87 Jahre, betrifft den Stadtplatz selbst. Der Liston könnte bis zu den Grünanlagen verlängert werden. Statt des dunklen Pflastersteins könnten dann Marmorplatten den Weg schmücken.
Flavio Tosi war den Ideen des Regisseurs gegenüber offen. Die Idee des breiten Bürgersteiges sei gut. Allerdings müsse man gut die Kosten abwägen. Auch müsse zwischen Liston und Grünanlagen ein befahrbarer Streifen beibehalten werden. Auch die Idee der Callas-Statue hat Tosi gefallen und er versicherte, dass man ernsthaft über sie nachdenken werde.

By: Kirsten
Date: 6/19/2009
#: 155

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