Veroneser Sternwarte unterstützt amerikanische Weltraumwissenschaftler
Ein offizielles Dankschreiben erreichte vor einigen Wochen die Sternwarte des Monte Baldo „Angelo Gelodi”. Absender: Ed Smith vom Space Telescope Science Institute der Universität von Colorado.
Die Mitarbeiter der Veroneser Beobachtungswarte hatten dazu beigetragen, das Hubble Space Telescope zu tarieren, auf dem ein sehr empfindliches Gerät (der Cosmic Origins Spectograph - Cos) installiert worden war. Ihren Beitrag zur Tarierung des Cos leisteten die Veroneser, indem sie in Zusammenarbeit mit der Beobachtungswarte des Asiago Nova Syonbiotics der Universität Padua die Leuchtkraft des symbiotischen Sterns Ag Draconis beobachteten.
Im Laufe der Space Shuttle-Mission, die am 24. Mai letzten Jahres beendet wurde, so Flavio Castellani, technischer Direktor des Veroneser Sternengucker-Verband Cav, wurden verschiedene Geräte des Teleskops ausgetauscht und repariert. Hierdurch soll die Nutzung des Teleskops, das bereits seit neunzehn Jahren im Einsatz ist, weitere zehn Jahre möglich sein. Im Laufe der fünf Weltraumspaziergänge sind auf dem Hubble zwei neue Instrumente installiert und die vorhandenen repariert worden. Während des dritten Weltraumspazierganges haben die Astronauten zum ersten Mal einen Fotoapparat ausgewechselt, den bereits erwähnten Cos. Der Cos ist ein Gerät, mit dem die Zusammensetzung der Galaxien untersucht werden kann, und zwar indem er die Lichtausstrahlung einfängt. Das neue Gerät ist weitaus empfindlicher als die bisher genutzten und man hofft, dass mit Hilfe des Cos die Struktur des Universums besser untersucht werden kann. Um richtig funktionieren zu können, war es notwendig, den Cos zu tarieren. Man beschloss, den Stern Ag Draconis als Target hierfür zu nutzen. Und die Beobachtungswarte des Monte Baldo wurde gebeten, hieran mitzuarbeiten. Die Messungen wurden im August und September letzten Jahres gemacht und dienten den amerikanischen Wissenschaftlern. Dies geht auch aus dem Dankschreiben hervor.
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