Urlauber werden zu Stammkunden
Was gefällt den Urlaubern am Gardasee? Welche Übernachtungsmöglichkeiten bevorzugen sie? Was machen sie in ihrer Freizeit? Diese und viele andere Fragen waren Teil einer Umfrage, die in den letzten vier Jahren vom Fremdenverkehrsamt der Veroneser Provinzverwaltung vorangetrieben wurde. Nun wurden die rund 500.000 Fragebogen ausgewertet und das Ergebnis veröffentlicht.
Zunächst eine gute Nachricht: Das Veroneser Gardaseegebiet ist weiterhin beliebt. Im vergangenen Jahr wurden 10.234.038 Präsenzen verzeichnet. Achtzig Prozent der Übernachtungsunterkünfte war belegt. Und noch ein positives Ergebnis: der Gardasee macht zum „Wiederholungstäter“. Durchschnittlich kehrt ein Urlauber elf Mal an den See zurück. Ein echter Rekord. Verschiedene Faktoren machen den norditalienschen See zu einem beliebten Reiseziel: Sauberkeit, Gastfreundschaft, Natur, Sicherheit und Ruhe.
Und wie sieht der typische Gardasee-Urlauber aus? Er ist an der Gastronomie, an den kulturellen Aspekten und an der Geschichte des Gebiets interessiert. Und er ist auf der Suche nach qualitativ hochwertigen Übernachtungsmöglichkeiten. Als Konkurrenten müssen die in der Fremdenverkehrsbranche Beschäftigten am Gardasee im Speziellen die Toskana fürchten: im Fragebogen erklärten viele Urlauber, dass sie sich als nächstes Reiseziel eben diese Region vorstellen könnten.
Dank der Umfrage ist es der Gardesaner Tourismusbranche nun möglich, ihre Schwächen zu untersuchen und Fehler zu korrigieren. Auch ist man nun besser darüber informiert, worauf man setzen sollte, um den Feriengast für sich zu gewinnen.
Der Gardasee-Urlauber ist in der Regel recht dynamisch. 58 Prozent der Befragten besuchen im Laufe ihres Urlaubs nicht nur die nahen kulturell interessanten Städte, sondern auch andere Ferienorte am See. Gute Ausschilderungen und Parkplätze sind daher in den Ferienorten von großer Bedeutung. Zu den zusätzlichen Angeboten, die von den Urlaubern gewünscht sind, zählen Spaß, Geschichte und Tradition, Veranstaltungen und Sport.
Ruggero Pozzani, Referent für Tourismus, kommentiert die Ergebnisse der Umfrage. Die Umfrage sei eine wissenschaftliche Analyse der Faktoren, die den Gardasee attraktiv machten. Sie diene, um klare Richtlinien für eine bessere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Stellen zu schaffen. Kopien der Umfrage wurden daher an alle in der Fremdenverkehrsbranche Beschäftigten versand.
Loris Danielli, Geschäftsführer der „Provincia di Verona Turismo srl“, hob hervor, dass man die Touristen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Planung und der Strategien setze. Zu wissen, was der Urlauber wünsche, sei grundlegend, um ihn zu einem Stammkunden zu machen und gemeinsame Strategien zu entwickeln.
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