Museumspläne für Castel San Pietro
Das historische Erbe von Verona ist von unschätzbarem Wert. Im Laufe der Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte, wurden unzählige Fundstücke entdeckt, die von vergangenen Zeiten berichten.
Viele dieser Fundstücken fristen zurzeit ein trauriges „Dasein“, denn sie lagern in den Kellern des Amts für Denkmalschutz und in anderen Gebäuden der Stadt. In Italien ist dies das „Schicksal“ vieler historischer Funde. Häufig stößt man bei Bauarbeiten auf archäologische Funde von unschätzbarem Wert. Sie werden natürlich geborgen (was oft einen monatelangen Baustopp mit sich bringt). Und dann stellt sich die Frage: wohin mit den historischen Schätzen? Der Grund: oft fehlen die Räumlichkeiten oder auch die Gelder, um diese Zeugen der Vergangenheit ins richtige Licht zu rücken.
In Verona diskutiert man nun darüber, ein neues Museum einzurichten, das ganz und gar der Stadt gewidmet ist. Der Besucher könnte in diesem Museum die Geschichte der Stadt Verona zurückverfolgen, von den Römern bis heute. Lucia Cametti, Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadtverwaltung von Verona, hält das Castel San Pietro auf den Hügeln von Verona für den idealen Ausstellungsort.
Zur Zeit wird Castel San Pietro von der Stiftung „Fondazione Cariverona“ restauriert. Ziel ist es, hier ein Museum einzurichten. Welche Art von Museum, hierüber wird nun erneut diskutiert. Bisher hieß es, dass die Räumlichkeiten für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst genutzt werden sollen. Verona, so Cametti, sei so reich an Geschichte, dass es schade wäre, Castel San Pietro nicht für diese Zwecke zu nutzen. Aufgabe des Kulturausschusses sei es, Ideen zu sammeln und konkrete Vorschläge zu machen. Die letzte Entscheidung läge dann allerdings bei der Stiftung.
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