Wasserambulanz sorgt für Sicherheit
Im vergangenen Jahr war „Volga 51” versuchsweise auf dem Gardasee unterwegs. „Zum Glück gab es sie“ konnte man damals sagen, denn dank ihr gingen einige Notfälle zu See glimpflich aus. „Volga 51“ ist ein ganz besonderes Boot. Bei ihr handelt es sich um eine Wasserambulanz.
Nach den positiven Erfahrungen im vergangenen Jahr hat man nun beschlossen, auch in diesem Jahr wieder mit „Volga“ auf dem See Dienst zu schieben. Bis zum 15. September wird das Boot, das in Salò seinen Stützpunkt hat, jedes Wochenende von 9 bis 18 Uhr auf dem Gardasee unterwegs sein. Bei „Volga“ handelt es sich um ein Schlauchboot, das mit zwei 150 PS starken Motoren ausgestattet ist. Die Wasserambulanz ist mit einer Tragbahre und anderen Rettungsgeräten versehen.
Im vergangenen Jahr war man mit der Wasserambulanz nur im Brescianer Gewässer unterwegs. In diesem Sommer hat man den Rettungsdienst auf den gesamten Benacus ausgeweitet. Neu ist auch, dass der Dienst nun direkt von der Küstenwache koordiniert und verwaltet wird. Die Küstenwache koordiniert alle Einsätze des SAR-Netzes (Search and Rescue) auf dem Gardasee. Telefonisch kann man über die Nummer 1530 bei der Küstenwache Hilfe anfordern.
An Bord der „Volga“ sind neben dem Kommandanten und einem Taucher (sie sind Mitglieder der „Volontari del Garda“ – ehrenamtliche Helfer des Garda), auch zwei für Notfälle zu See ausgebildete Rettungshelfer der Croce Bianca (Weißes Kreuz) anwesend.
Die Vorteile, direkt im Wasser erste Hilfe leisten zu können, zeigten sich bereits im vergangenen Jahr. Der Einsatz der Wasserambulanz war in einigen Notfallsituationen entscheidend. So zum Beispiel im Laufe einer Rettungsaktion, bei der die Mannschaft eines Segelboots, das von einem Motorboot gerammt wurde, in Sicherheit gebracht werden musste. Glücklich über die Existenz der „Volga“ ist sicher auch der Fischer, der letzten Sommer ins Wasser gefallen und schwer von der Schiffsschraube seines Bootes am Bauch verletzt worden war. Auch ihm war man mit der Wasserambulanz zu Hilfe gekommen.
Bei dem „Projekt Wasserambulanz“ auf dem Gardasee handelt es sich um ein Pilotprojekt, dass auch von verschiedenen Ferienorten am Meer genauestens mitverfolgt wird.
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