Thursday, July 29, 2010
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Im Brescianischen sollen Feuchtgebiete geschützt werden

Das Brescianer Gebiet - ob am Gardasee, im Flachland oder in den Moränenamphitheatern - ist reich an naturalistischen Besonderheiten. Seen, Teiche, Sumpfgebiete, seltene Pflanzen- und Tierarten – dies und vieles mehr gibt es hier zu entdecken.

Sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche der Feuchtgebiete es zu schützen gilt, war das Ziel einer Initiative, die von der Provinzverwaltung vorangetrieben wurde.
Auf Anfrage der Provinzverwaltung wurden seitens der Brescianer Gemeinden die Gebiete angezeigt, die unter naturalistischen Gesichtspunkten von besonderem Interesse sind. Insgesamt 515 potentielle Schutzgebiete wurden genannt. Es folgte die zweite Phase des Projekts. Ein Botaniker wurde damit beauftragt, die genannten Biotope genauer unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten. Nach rund dreißigtausend Fahrkilometern und unzähligen Standortbesuchen fiel dann das Urteil des Experten: Nicht alle 515 genannten Gebiete sind von naturalistischem Interesse. Insgesamt ermittelte der Botaniker achtundachtzig Biotope in vierundvierzig Brescianer Gemeinden. Vierzehn der Feuchtgebiete befinden sich im Moränenamphitheater des Iseo-Sees, vierunddreißig befinden sich im Moränenamphitheater des Gardasees und vierzig im Flachland. In jeder Zone wurden durchschnittlich 74 Blumenarten gezählt, in fünfzehn Biotopen waren es sogar über hundert. Einige der Blumenarten sind neu, andere hatte man seit Jahren nicht mehr gesehen und wieder andere sind äußerst selten geworden.
Die Regionalverwaltung, die zuständigen Abteilungen der Provinzverwaltung sowie die einzelnen Gemeinden, so Enrico Mattinzoli, Referent für Umweltfragen in der Provinzverwaltung, würden über das Ergebnis informiert werden. Ziel sei es, dass diese die richtigen Schritte zum Schutz, zum Erhalt und zur Aufwertung der Biotope einleiteten.
Die zu schützenden Gebiete weisen unterschiedliche Charakteristiken auf. Bei einigen handelt es sich um ehemalige Ton-, Kiesel- und Torfgruben, andere sind Überreste einstiger Seen.
Zu den größten Feuchtgebieten am Iseo-See zählt Fornaci Sud in Corte Franca. Das Biotop misst 43.000 Quadratmeter. Das Gebiet um den See Sala di Adro ist nur ein wenig kleiner. Es misst 40.000 Quadratmeter. Der Teich entstand aus einer alten Torfgrube. Das mit Abstand größte Feuchtgebiet befindet sich im Moränenamphitheater, und zwar in Pozzolengo. 257.000 Quadratmeter misst das Biotop östlich der Ortschaft. Das Gebiet ist unter naturalistischen Gesichtspunkten von besonderer Bedeutung, denn hier ist eine reiche Flora mit seltenen und äußerst seltenen Pflanzen zu finden. In Pozzolengo befindet sich noch ein zweites großes Biotop, und zwar die Pallude (Sumpf) Mantellina, die 84.000 Quadratmeter misst und westlich der Ortschaft liegt. Ein weiteres Feuchtgebiet beachtlicher Größe befindet sich in Puegnago. Auf rund 125.000 Quadratmetern befinden sich die Seen von Sovenigo: vier Seen und Sumpfgebiete. Zwischen Polpenazze und Castrezzone befindet sich der Lucone-See mit seinem Feuchtgebiet auf einer 95.000 Quadratmeter großen Fläche. Zwischen Lonato und Desenzano gibt es zwei weitere Biotope von großer Bedeutung, und zwar der Lago Lavagnone (70.000 Quadratmeter) und die Pallude del Vallio (25.000 Quadratmeter).

By: Kirsten
Date: 3/19/2009
#: 212

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