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Gruseliges und tragisches aus der Veroneser Provinz
Traurige Liebesgeschichten, Legenden von Hexen und Gespenstern – in Verona und in der Veroneser Provinz gibt es eine Vielzahl an seltsamen Geschichten.
Romeo und Julia sind das wohl bekannteste Liebespaar der Scaliger-Stadt, doch tragische Liebesgeschichten gibt es noch viele andere. Wie zum Beispiel die der Adligen Dorina und eines armen Fischers. Wie bereits bei Romeo und Julia stellten sich auch bei diesen jungen Verliebten die Familien quer, oder besser gesagt die Familie Dorinas. Sie ist gegen die Hochzeit. Die beiden beschließen, dennoch zu heiraten. Und zwar in der kleinen Kirche San Pietro alla Rocca am Gardasee. Bei ihrem Plan hilft ihnen ein Eremit. Doch ihr Glück währt nicht lange. In der Hochzeitsnacht wird das Boot, mit dem das Paar fliehen wollte, von den Wellen des Benacus erfasst. Noch heute erzählt man, dass ihre Seelen auf den Wellen umherirren und auf der Suche nach dem Ort sind, an dem sie hätten heiraten sollen. Nicht alle Geschichten gehen so dramatisch aus. Dies ist der Fall des mutigen Ritters aus Soave, der ein Edelfräulein für sich gewinnen kann. Das junge Mädchen war einem lokalen Landbesitzer versprochen, doch der Ritter besiegte seinen Rivalen im Laufe eines Turniers zu Füßen der Scaliger-Burg. Und dann gibt es da noch so manche Erzählung, die zwar nicht mit einem Happy End abschließt, aber zumindest tröstend ist. Dies ist zum Beispiel der Fall der Geschichte des Liebesknotens. Die idyllische Liebe des Kapitäns Malco, Söldner der Visconti, und der Waldnymphe Silvia wird durch die Eifersucht einer Hofdame zerstört. Sie bezichtigt Silvia, eine Hexe zu sein. Das, was von der Liebe übrig bleibt, ist ein goldenes Seidentaschentuch mit einem Knoten, Zeichen der ewigen Liebe, die Silvia für Malco hegt. Der Knoten war Inspiration für eine der typischen Gerichte des Ortes, in dem sich die Geschichte abspielte, und zwar Valeggio sul Mincio. Das traditionelle Gericht sind die heute so berühmten gefüllten Tortellini. Legenden und Geschichten sind nicht nur interessante Zusatzinformationen für die Urlauber. Inzwischen gibt es viele Touristen, die Reisen im Zeichen des Mysteriums und der Legenden unternehmen. Und das Veroneser Gebiet hat ihnen so einiges zu bieten. Neben den bereits erwähnten Legenden gibt es noch viele weitere Geschichten. Auch für alle, die sich gerne gruseln ist etwas dabei. Zum Beispiel die Geisterstadt Carpanea, die sich unter den Wassern der Etsch befinden soll. Interessant ist auch die Legende rund um Rosmunde. Sie soll vom Longobardenkönig Alboino dazu gezwungen worden sein, aus dem Schädel ihres Vaters zu trinken. Ort des Geschehens: eine alte Burg auf den Hügeln nahe Verona. Die Lessinia kann hingegen seltsame Kreaturen aufweisen, und zwar die „Fade“. Diese Geschöpfe mit ziegenähnlichen Füßen verwandelten sich in Schlangen, um dem Blick der Menschen zu entfliehen. In der Lessinia erzählt man aber auch von den Anguane - Wassergeistern. Sie konnten die Menschen in ihren Bann ziehen und halfen den Frauen bei der Wäsche. Doch in der Nacht terrorisierten sie die Bergdörfer mit ihrem Geschrei. Eine weitere Geschichte kommt aus dem südlichen Veroneser Raum. In der Burg von Bevilacqua soll der Geist des Grafen Alessandro umherwandeln. Sein Grab soll 1848 von österreichischen Soldaten entweiht und seine Asche vom Wind verweht worden sein. In der Nähe der Burg soll außerdem eine Kutsche voller Gold vergraben liegen. Der Schatz soll der der Familie Bevilacqua sein, die ihn aus Angst vor den Österreichern versteckte.
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