Polizei setzt auf Wasserscooter
Ein Schutzpolizist zu Wasser – dies die neue Idee der Stadtverwaltung von Sirmione am Südende des Gardasees. Das Besondere an dem neuen Sicherheitsservice ist nicht so sehr die Tatsache, dass die Polizisten entlang des Seeufers ihren Dienst schieben, sondern vielmehr ihr Fortbewegungsmittel.
Den Ordnungshütern, so ist geplant, soll in diesem Sommer ein Wasserscooter zur Verfügung gestellt werden. Der Wasserscooter würde es den Polizisten erlauben, sich schnell und problemlos entlang des Ufers fortzubewegen.
Die Initiative wird in diesem Sommer als experimentelles Projekt laufen. Drei Polizisten der örtlichen Wache werden ab Juni mit dieser Aufgabe betraut. Die drei Polizisten, die über einen Nautik-Führerschein verfügen, werden sich untereinander abwechseln. Ihre Aufgabe wird es sein, das gesamte Ufergebiet zu kontrollieren. Unter Urlaubern und Einheimischen soll so für mehr Sicherheit garantiert werden, und dies nicht nur an den Stränden und am Seeufer, sondern auch im Bereich der Altstadt.
Mit dem Kauf des Wasserscooters wird Sirmione zur ersten Gemeinde des Gardasees, in der ein derartiger Service zu finden ist.
Es gibt aber noch mehr Neuheiten von der Polizei aus Sirmione. So wurde der Fuhrpark erneuert. Zwei neue Autos stehen den Polizisten nun zur Verfügung. Auch ein tragbares Alkoholgehaltmessgerät und eine Erste-Hilfe-Säule wurden erstanden. Die Erste-Hilfe-Säule ist in Colombare installiert worden.
Das ist aber noch nicht alles: die Stadtverwaltung stimmte dem Antrag auf Erweiterung des Videoüberwachungssystems zu. Vier neue Videokameras sind für die Piazza Casagrande im Ortsteil Lugana bewilligt worden. Die neuen Überwachungskameras sind auf 360° ausrichtbar und stehen mit den Polizeikräften des Gebiets in Verbindung.
Vor wenigen Wochen war es für Kommandant Roberto Toninelli von der Ortspolizei Sirmione aber auch Zeit, Bilanz zu ziehen. Im vergangenen Jahr waren seine Einsatzkräfte insgesamt 1.720 Stunden im so genannten Nachbarschaftsdienst im Einsatz. Neunhundert Stunden waren sie allein in der Altstadt unterwegs, 210 Stunden am Seeufer und an den Stränden. Die über 7.200 Strafzettel brachten 396.000 Euro in die Kassen der Stadt. Außerdem wurden 38 Führerscheine entzogen oder suspendiert und 81 Benachrichtigungen der Bevölkerung nachgegangen.
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