Thursday, July 29, 2010
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Riviera
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Von vergesslichen Bootsbesitzern

Wem ist es nicht schon Mal passiert? Man sitzt in der Bar und genießt einen Cappuccino. Die Schlüssel oder das Handy legt man auf den Tisch. Kurze Zeit später hat man seine Pause beendet, zahlt und geht weiter. Was zurück bleibt, ist das Handy oder die bereits erwähnten Schlüssel.

Wer Glück hat, der findet seine verlorenen „Schätze“ wieder. Zu verdanken ist dies häufig einem ehrlichen Finder, der die Gegenstände im Fundbüro der Stadt abgegeben hat.
Handys, Kleidung, Taschen, Brillen, Schlüssel, Fotoapparate und sogar Fahrräder, Mofas und ein Tretboot – dies und vieles mehr wurde in den letzten Monaten zum Beispiel im Fundbüro der Stadtverwaltung von Desenzano abgegeben.
In Bezug auf das Wieder finden von Gegenständen hat der italienische Gesetzgeber feste Regeln vorgesehen (Artikel 927 bis 930 des bürgerlichen Gesetzbuches). Hier ein Beispiel, wie es in Desenzano funktioniert: Wer einen verlorenen Gegenstand findet, der muss sich an das Büro „Ufficio Economato“ der Gemeinde wenden. Hier wird ein Beleg über den gefundenen Gegenstand ausgestellt und am Anschlagbrett wird darüber informiert, dass der Gegenstand gefunden wurde. Meldet sich der Inhaber des Gegenstandes innerhalb eines Jahres nicht, dann hat der Finder ein weiteres Jahr Zeit, den Gegenstand für sich in Anspruch zu nehmen. Sollte auch der Finder sich nicht melden, wird der Gegenstand entweder verkauft oder zerstört.
In Desenzano werden die nicht zurückerstatteten Gegenstände im Laufe von Versteigerungen verkauft. Die letzte Versteigerung dieser Art fand vor einigen Jahren statt. Damals kamen insgesamt 98 Gegenstände unter den Hammer. Zu ihnen zählten 21 Mofas, 32 Fahrräder, Goldketten, Perlenarmbänder, Reisetaschen, Helme und auch ein Fernseher. Der Erlös der Versteigerung kam einer wohltätigen Vereinigung zugute.
Etwas anders läuft es, wenn es sich um Pkw oder Boote handelt. Allein in Desenzano wird rund ein Dutzend Pkw pro Jahr gefunden. Sie werden in der Regel verschrottet. Und die Boote? Hier ein Beispiel vom letzten Sommer: ein 6,20 Meter langes Motorboot (allerdings ohne Motor) lag am Hafen von Rivoltella unerlaubt vor Anker. Das Boot wurde beschlagnahmt. Nachdem der Eigentümer sich nicht bei der Gemeinde gemeldet hatte, wurde es dann versteigert.

By: Kirsten
Date: 8/24/2009
#: 176

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