Thermalanlagen feiern 120. Bestehen
Es war der 24. August 1889 als der aus Venedig stammende Taucher Procopio mit einer aus England kommenden Ausrüstung ausgestattet vor den Grotten des Catull in die Tiefen des Gardasees eintauchte. Bis in zwanzig Meter Tiefe stieß er vor und entdeckte die „Boiola-Quelle“, die sich durch ihr schwefelhaltiges Wasser auszeichnet.
Sieben Jahre waren notwendig, um eine Leitung zu bauen, die das Wasser bis zum Ufer befördert. Über dreihundert Meter Metallrohre wurden verlegt.
Es war mitten in der so genannten Bell Epoque als das erste Thermalzentrum eröffnet wurde. Die Gesellschaft „Terme e Grandi Alberghi“ wurde im Jahr 1921 gegründet.
Nach den schwierigen Jahren der beiden Weltkriege erwachte die Gesellschaft zu neuem Leben und im Jahr 1948 wurden die Terme Catullo gegründet, die noch heute im Zentrum von Sirmione in Betrieb sind. Im gleichen Jahr wurde das erste italienische Zentrum zur Behandlung rhinogener Schwerhörigkeit gegründet. Auch zwei weitere Wasserquellen mit den gleichen chemischen Charakteristiken der Boiola-Quelle gibt es seither.
Im Jahr 1975 wurde der Thermalort um ein Fachzentrum für die Diagnose und Behandlung von Lungen- und Bronchialerkrankungen und ein Thermalschwimmbad bereichert. Um den steigenden Gästezahlen gewachsen zu sein, entstand 1986 die Thermalanlage Virgilio. 1989 wurde die Behandlungsform „Nasendusche (mikronisiert)“ entwickelt, die auch heute noch in allen Thermaleinrichtungen durchgeführt wird.
2003 nahm das Unternehmen mit dem Bau des Thermen- und Wellnesscenters Aquaria bei der Thermalanlage Catullo eine wichtige Investition vor.
Heute sind fünf verschiedene Anlagen Teil der Terme di Sirmione, und zwar die Terme Catullo und Virgilio, das Grand Hotel Terme und die Hotels Sirmione und Fonte Boiola. Diese Anlagen, die vom Gesundheitsministerium mit dem Level „eins superior“ klassifiziert wurden, werden jedes Jahr von über 149.000 Personen besucht.
Das 120jährige Bestehen der Terme wird mit verschiedenen Initiativen gefeiert. „120 Jahre Geschichte, in der sich der Einsatz und die Leidenschaft mit der Pflege und der Hingabe gegenüber dem Kunden geeint haben,“ so Filippo Fernè, Präsident der Gesellschaft. „Es ist normal, dass die Initiativen den Kunden gewidmet sind, denn wir beabsichtigen, auch in Zukunft für sie ein Bezugspunkt zu sein. Heute, morgen und in der Zukunft werden wir unsere Geschichte gemeinsam schreiben“.
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