{"id":8470,"date":"2021-11-27T05:25:39","date_gmt":"2021-11-27T04:25:39","guid":{"rendered":"http:\/\/euwp08.newsmemory.com\/gardaseezeitung_new\/de\/2021\/11\/25\/brennerlec-testphase-abgeschlossenmodell-kann-nun-uebernommen-werden\/"},"modified":"2021-11-27T05:26:44","modified_gmt":"2021-06-30T05:26:44","slug":"brennerlec-testphase-abgeschlossenmodell-kann-nun-uebernommen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gardaseezeitung.it\/2021\/11\/27\/brennerlec-testphase-abgeschlossenmodell-kann-nun-uebernommen-werden\/","title":{"rendered":"BrennerLec: Testphase abgeschlossenModell kann nun \u00fcbernommen werden"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei der abschlie\u00dfenden Konferenz zum Pilotprojekt BrennerLec unter dem Motto \u201eRespektvoll die Alpen \u00fcberqueren\u201c am heutigen Donnerstag in Trient haben die Projektpartner Bilanz \u00fcber die vergangenen f\u00fcnf Jahre gezogen und angesichts der hervorragenden Testergebnisse \u00fcberlegt, wie und wo das Erfolgsmodell zuk\u00fcnftig angewandt werden kann, damit die Reisenden fr\u00fcher ankommen und dabei die Umwelt weniger belasten. Neben der Brennerautobahngesellschaft sind die Umweltagenturen der L\u00e4nder S\u00fcdtirol und Trentino, die Universit\u00e4t Trient, der NOI Techpark S\u00fcdtirol\/Alto Adige und das Unternehmen Cisma Tr\u00e4ger des Projektes. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Brennerautobahngesellschaft und Pr\u00e4sident des Verbandes der italienischen Autobahnkonzession\u00e4re Aiscat Diego Cattoni umriss dabei das Thema wie folgt: \u201eDie Digitalisierung der Autobahnen und der \u00f6kologische Wandel sind eng miteinander verbunden, wie das Projekt BrennerLec zeigt\u201c, so Cattoni. \u201eDank der Entwicklung eines ITS-Systems k\u00f6nnen wir heute die optimale Geschwindigkeit f\u00fcr den Verkehrsfluss und f\u00fcr die Umwelt berechnen. In meinen Augen sollte das Ziel des gesamten Sektors darin bestehen, immer smartere Infrastrukturen zu schaffen um so die Kapazit\u00e4ten zu erh\u00f6hen, die Fahrtzeiten zu verk\u00fcrzen und dabei die Unfallrate und die Umweltverschmutzung zu verringern. Die rasche Weiterentwicklung im Bereich der E-Fahrzeuge in Verbindung mit dem technischen Fortschritt auf den Autobahnen wird auch f\u00fcr den Umweltschutz au\u00dfergew\u00f6hnliche Ergebnisse bringen.<\/p>\n<p>\u201cDer technische Generaldirektor der Brennerautobahngesellschaft Carlo Costa, der das Projekt von Anfang an begleitet hat, erl\u00e4uterte die wichtigsten Ergebnisse und gab einen Ausblick auf m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Entwicklungen. \u201eWir haben die dynamische Geschwindigkeitsbegrenzung auf leichte Fahrzeuge ausgerichtet, weil sie f\u00fcr 46 Prozent der Schadstoffemissionen verantwortlich sind und im Gegensatz zu den Schwerfahrzeugen nicht immer mit optimaler Geschwindigkeit fahren. Der Versuch gr\u00fcndet auf ein gemeinsam mit unseren Partnern entwickelten ITS-System, das Daten zu Verkehr, Wetter und Luftqualit\u00e4t miteinander verkn\u00fcpft und so die optimale Geschwindigkeit unter den jeweils gegebenen Umst\u00e4nden errechnet. Wir haben mehr als 4.700 Teststunden unter verschiedenen Umweltbedingungen und 750 Stunden an Tests bei hoher Verkehrsbelastung durchgef\u00fchrt. Es ist augenscheinlich\u201c, erg\u00e4nzte Costa, \u201edass eine verbindliche Geschwindigkeitsbegrenzung zu noch besseren Ergebnissen f\u00fchren kann als eine reine Empfehlung. Dennoch sind die Ergebnisse aus Sicht der Umwelt zufriedenstellend, da die NO2-Konzentration am Stra\u00dfenrand um 10 Prozent bei normalen Verkehrsbedingungen und um 20 Prozent bei starkem Verkehr gesenkt werden konnten. Die Testergebnisse unter letztgenannten Bedingungen sind in der Tat sehr bedeutend: Sogar bei einem Anstieg des Verkehrsaufkommens um 10 Prozent konnten mit dieser Ma\u00dfnahme die Fahrtzeiten um 10 Prozent reduziert werden \u2013 die Unfallrate tendierte gegen Null\u201c, so der technische Generaldirektor. \u201eWir k\u00f6nnen nun diese neuen Erkenntnisse daf\u00fcr nutzen, um gemeinsam mit den \u00f6ffentlichen Verwaltungen im Verkehrsmanagement bei Gro\u00dfereignissen zusammenzuarbeiten und uns darauf vorzubereiten, unser Modell auf andere Bereiche der Autobahn zu \u00fcbertragen\u201c, erkl\u00e4rte Costa. \u201eWir haben soeben die erste Vereinbarung f\u00fcr ein integriertes Verkehrsmanagement mit dem Land S\u00fcdtirol und der Gemeinde Bozen unterzeichnet\u201c, berichtete Pr\u00e4sident Hartmann Reichhalter. \u201eWir sind zudem dabei, mit beiden Provinzen eine weitere \u00dcbereinkunft zu treffen, um das BrennerLec-Gebiet auszudehnen. In Bezug auf ein proaktives Management bei starkem Reiseverkehr wird die Ma\u00dfnahme auf die Strecke von Bozen S\u00fcd bis Verona Nord ausgedehnt. Nicht zuletzt arbeiten wir mit S\u00fcdtirol und dem Trentino an einer Absichtserkl\u00e4rung, welche die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr eine verbesserte Umweltvertr\u00e4glichkeit in den aktuell am st\u00e4rksten belasteten Gebieten\u00a0 sowie f\u00fcr ein h\u00f6heres Dienstleistungs- und Sicherheitsniveau sowie f\u00fcr vorsieht. Meines Erachtens, ist es im Gesamtergebnis des BrennerLec-Projekts gelungen, ein gegenseitiges Verst\u00e4ndnis zwischen den Autobahnnutzern und den Autobahnanwohnern der Autobahn zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endergebnis nach f\u00fcnf Jahren und 5.450 Teststunden 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