{"id":9895,"date":"2022-03-05T00:14:09","date_gmt":"2022-03-04T23:14:09","guid":{"rendered":"http:\/\/euwp08.newsmemory.com\/gardaseezeitung_new\/de\/2022\/03\/05\/start-der-sensibilisierungskampagne-den-raststaetten-und-den-provinzhauptstaedten\/"},"modified":"2022-03-05T00:15:58","modified_gmt":"2021-10-06T00:15:58","slug":"start-der-sensibilisierungskampagne-den-raststaetten-und-den-provinzhauptstaedten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gardaseezeitung.it\/2022\/03\/05\/start-der-sensibilisierungskampagne-den-raststaetten-und-den-provinzhauptstaedten\/","title":{"rendered":"Start der Sensibilisierungskampagne an den Rastst\u00e4tten und in den Provinzhauptst\u00e4dten"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hundert Meter sind eine beachtliche Entfernung. Und doch, auf der Autobahn braucht es f\u00fcr diese Strecke lediglich drei Sekunden. Das ist gleich lange wie man ben\u00f6tigt, um eine Kurznachricht auf dem Handy zu \u00fcberfliegen. \u201eNur ein Augenblick\u201c, m\u00f6chte man meinen, in diesem scheinbar kurzen Moment aber ver\u00e4ndert sich alles: ein Fahrzeug auf unserer Fahrspur setzt zum \u00dcberholen an, ein Lastwagen \u2013 gerade noch gleich schnell unterwegs wie wir \u2013 bremst pl\u00f6tzlich ab und verwandelt sich in ein Hindernis aus Stahl. Kurzum: dieser eine Augenblick kann entscheidend sein. Die Botschaft der am heutigen Dienstag vorgestellten Sensibilisierungskampagne der Brennerautobahngesellschaft in Zusammenarbeit mit der Stra\u00dfenpolizei, einer Einheit der Staatspolizei, ist so einfach wie wichtig und soll auf das enorme Risiko eines abgelenkten Fahrzeuglenkers aufmerksam machen \u2013 gerade auf der Autobahn, wo man mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist und wo das monotone Umfeld unvorsichtig werden l\u00e4sst. In den n\u00e4chsten Tagen werden daher in den A22-Rastst\u00e4tten und in den sechs Provinzhauptst\u00e4dten an der Autobahn Plakate und Poster aufgeh\u00e4ngt, die zu einer bewussteren Fahrtweise aufrufen. Denn 93 Prozent der Verkehrsunf\u00e4lle gehen laut OECD-Daten auf den Faktor Mensch zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Brennerautobahngesellschaft<br \/>\n<\/strong>\u201eDie Brennerautobahngesellschaft hat seit jeher die Sicherheit ihrer Nutzer im Blick\u201c, erkl\u00e4rte Pr\u00e4sident Hartmann Reichhalter am heutigen Vormittag. \u201eDavon zeugt die Qualit\u00e4t der Infrastruktur \u2013 auf technischer Ebene\u201c, so der Pr\u00e4sident. \u201eWie bereits mit unserem Verkehrserziehungsprojekt an den Schulen (Projekt ABC, A.d.R.), widmen wir uns \u00fcber die klassische T\u00e4tigkeit als Autobahnkonzession\u00e4r hinaus auch der Pr\u00e4ventionsarbeit. Im Mittelpunkt steht dabei unser aller h\u00f6chstes Gut: das menschliche Leben. Dieses gilt es zu sch\u00fctzen. Dies durch eine hohe Qualit\u00e4t von Asphalt und Leitplanken, aber dar\u00fcber hinaus auch dadurch, indem wir uns alle bewusst ins Ged\u00e4chtnis rufen, dass unser eigenes Leben und das Leben der Menschen um uns herum davon abh\u00e4ngen, wie aufmerksam wir am Steuer sitzen.\u201c Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Brennerautobahngesellschaft Diego Cattoni f\u00fcgte im Rahmen der Medienkonferenz hinzu: \u201eAls Pr\u00e4sident des Verbandes der italienischen Betreiber mautpflichtiger Autobahnen Aiscat kann ich Ihnen versichern, dass die Umstellung unserer Autobahnen von analog auf digital zu den absoluten Priorit\u00e4ten in unserem Sektor z\u00e4hlt, in erster Linie aus Gr\u00fcnden der Sicherheit. Die Brennerautobahn ist Vorreiterin in diesem epochalen Wandel im Verkehrswesen\u201c, so Cattoni. \u201eSo lange aber Fahrzeuge noch ausschlie\u00dflich von Menschen gesteuert werden, tragen die Lenker eine enorme Verantwortung, die ihnen auch nicht eine noch so hohe Qualit\u00e4t in der Infrastruktur abnehmen kann.\u201c\u201eDer wahre Ma\u00dfstab f\u00fcr eine Bewertung der Arbeit eines Autobahnbetreibers ist in meinen Augen seine F\u00e4higkeit, die Unfallrate zu verbessern \u2013 sei es durch Verbesserungen der aktiven als auch der passiven Sicherheit\u201c, so der technische Generaldirektor Carlo Costa. \u201eIm Jahr 2021 haben wir diesbez\u00fcglich erneut unser bislang bestes Ergebnis erreicht, die Gesamtunfallrate lag mit 15,99 deutlich unter dem gesamtstaatlichen Durchschnitt. Dabei ist jedoch klar: solange nur ein Mensch auf der Autobahn sein Leben verliert, ist dies ein Verlust zu viel. 2021 gab es neun Todesopfer. Im Vergleich zu den 1990er Jahren mit durchschnittlich 39 sind dies zwar nicht mehr so viele, aber dennoch ist diese Zahl unakzeptabel. Wenn wir die Unfalldynamik betrachten\u201c, so Costa weiter, \u201ek\u00f6nnen wir nicht ignorieren, dass es sich in acht von neun F\u00e4llen um Auffahrunf\u00e4lle handelt, meist ohne jegliche Bremsspuren. Freilich kann dies mehrere Ursachen haben, wie beispielsweise pl\u00f6tzliche \u00dcbelkeit. Wenn wir aber ehrlich sind, so erinnern wir uns alle an jene Schreckensmomente, in denen wir aufs Handy geschaut haben, etwas im Auto suchen wollten oder schlichtweg nicht bei der Sache waren. Jeder in unserer Branche wei\u00df: Todesursache Nummer eins auf den Autobahnen ist heute menschliches Versagen. Oder konkret: ein Auto, das mit voller Geschwindigkeit auf einen LKW auff\u00e4hrt. Es handelt sich dabei um ein Ph\u00e4nomen, das uns allen nur zu gut vertraut ist. Wie unser Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bereits erw\u00e4hnt hat, arbeiten wir an der schnellstm\u00f6glichen Digitalisierung der A22 um den Faktor Mensch als Unfallursache schrittweise auszuschalten. In der Zwischenzeit\u201c, so der technische Direktor abschlie\u00dfend, \u201ew\u00e4re es wirklich sinnvoll, wenn die Automobilhersteller serienm\u00e4\u00dfig eine Hinderniserkennung einbauen. Diese relativ einfache Technologie w\u00fcrde ausreichen, um die Zahl der Verkehrstoten auf den Autobahnen drastisch zu senken.<\/p>\n<p><strong>Staatspolizei<br \/>\n<\/strong>Im Namen der Staatspolizei waren am heutigen Vormittag die Vertreter aller vier Abteilungen der Stra\u00dfenpolizei vertreten, die f\u00fcr die Strecke der A22 zust\u00e4ndig sind. F\u00fcr Trentino-S\u00fcdtirol war dies der Kommandant der Stra\u00dfenpolizei Mauro Fabozzi; f\u00fcr das Veneto der Leiter der Abteilung der Stra\u00dfenpolizei von Padua und Erster Offizier Gianfranco Martorano und der stellvertretende Kommissar Attilio Galeno, Kommandant der Stra\u00dfenpolizei Verona S\u00fcd; f\u00fcr die Lombardei Vizequ\u00e4stor Mirella Pontiggia, Leiterin der Stra\u00dfenpolizei Bergamo; f\u00fcr die Emilia Romagna Vizequ\u00e4stor Enrico Tassi, Leiter der Stra\u00dfenpolizei Modena. \u201eDie Zusammenarbeit mit der Brennerautobahngesellschaft hat vor nunmehr drei\u00dfig Jahren begonnen\u201c, erkl\u00e4rte Kommandant Fabozzi im Namen der Staatspolizei, \u201eund sie beweist ihre Effizienz nicht nur in der t\u00e4glichen Arbeit, sondern auch bei Projekten wie diese Initiative, die wir heute vorstellen, oder wie das Projekt ABC \u2013 die Brennerautobahn in der Stadt, das sich an Jugendliche kurz vor der F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung richtet. Heute geht es um die Hauptursache f\u00fcr Verkehrsunf\u00e4lle, die Ablenkung der Fahrzeuglenker. Wir d\u00fcrfen nicht m\u00fcde werden immer und immer wieder zu betonen, dass Autofahren eine anspruchsvolle T\u00e4tigkeit ist, die ausge\u00fcbt werden muss ohne gleichzeitig anderes zu tun. Wie diese Kampagne verdeutlicht: Wenn wir fahren, haben wir uns ausschlie\u00dflich aufs Fahren zu konzentrieren.\u201d Fabozzi erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass im Jahr 2021 allein im Zust\u00e4ndigkeitsbereich der Stra\u00dfenpolizei Trentino-S\u00fcdtirol insgesamt 6.000 Streifendienste eingesetzt, 41.000 Personen kontrolliert und 7.500 Strafen ausgestellt worden sind. Nicht zuletzt erinnerte der Kommandant an die Neuerungen in der Stra\u00dfenverkehrsordnung. \u201eDas Verbot der Nutzung elektronischer Ger\u00e4te ist auf Tablets, Notebooks und nat\u00fcrlich Smartphones ausgeweitet worden. Es ist generell verboten, Ger\u00e4te zu benutzen, bei denen man die H\u00e4nde vom Lenkrad nehmen muss.\u201c Dabei sollte nicht vergessen werden, dass im Wiederholungsfall innerhalb von zwei Jahren \u201eeine zus\u00e4tzliche Verwaltungsstrafe verh\u00e4ngt wird, die den Entzug des F\u00fchrerscheins f\u00fcr ein bis drei Monate vorsieht.\u201c<\/p>\n<p><img title=\"Start der Sensibilisierungskampagne an den Rastst\u00e4tten und in den Provinzhauptst\u00e4dten\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-10127\" src=\"https:\/\/euwp05.newsmemory.com\/gardaseezeitung_new\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/A4_Sicherheit-1024x477.jpg\" alt=\"A4_Sicherheit\" width=\"640\" height=\"298\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>93% der Unf\u00e4lle gehen auf menschliches Versagen zur\u00fcck. 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