Die Etsch-Gardasee-Stollenanlage geöffnet: „braune Welle“, aber nur kurzzeitig

Seit Montag, 13. April, laufen die jährlichen Funktionsprüfungen der Öffnungssysteme des Adige-Garda-Stollens („Galleria Adige-Garda“), durchgeführt vom Dienst für Gebirgsgewässer der Autonomen Provinz Trient. Die Arbeiten dauern bis Freitag und umfassen das Öffnen und Schließen der Schleusen zur Überprüfung von Abfluss, Kalibrierung und Dichtheit.
Üblicherweise erfolgt diese Maßnahme innerhalb von 24 Stunden und sorgt in den Ufergemeinden des Gardasees regelmäßig für Besorgnis, da am Auslass des Stollens eine sichtbare braune Fahne entsteht, die sich von Norden nach Süden ausbreitet. Die Öffnung dürfte voraussichtlich heute (14. April) stattfinden; die Arbeiten erfolgen abschnittsweise, meist an einem Nachmittag und dauern insgesamt nicht länger als vier Stunden.
Die Abflussmenge liegt im Durchschnitt bei etwa 25 m³/s, mit Spitzen bis zu 100 m³/s. Wie jedes Jahr wird erwartet, dass es sich lediglich um Wasser handelt, das mit Schlamm und Sand vermischt ist. Die zuständigen Stellen betonen, dass diese Maßnahmen notwendig sind, um die Funktionsfähigkeit und Sicherheit der Anlage zu gewährleisten.
Der „Galleria Adige-Garda“ (auch Mori-Torbole-Entlastungsstollen) ist ein künstlicher Tunnel von 9,8 km Länge, der die Etsch mit dem Gardasee verbindet, um Überschwemmungen zu verhindern, und sich im Trentino befindet. Der Eingang liegt in Mori (Ortsteil Ravazzone), während sich der Ausgang in der Gemeinde Nago-Torbole am Nordufer des Sees befindet.








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