In Tignale darf die Fahne des Touring Clubs gehisst werden

Montag, 29 Januar 2018 11:30
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Auch in den kommenden drei Jahren wird in Tignale am Westufer des Gardasees die orangefarbene Fahne des italienischen Touring Clubs wehen.

Gegen Ende Januar wurde der kleine Ort des Parco Alto Garda erneut mit diesem Preis ausgezeichnet. Tignale zählt so zu den 227 kleinen Gemeinden, die sich der renommierten Zertifikation des Touring Clubs rühmen dürfen. Die Provinz Brescia ist mit drei Locations in der Liste des Clubs vertreten: neben Tignale dürfen auch Bienno (Valle Camonica) und Gardone Riviera die begehrte Fahne hissen. Die Fahne wird jeweils für drei Jahre vergeben. Somit wird sie bis zum Jahr 2020 in dem Ort am Westufer wehen. Gardone erhielt die Auszeichnung vor zwei Jahren und der Ort wird somit in einem Jahr neu bewertet.Mit der Fahne, so Luigi Bertoldi, Referent für Tourismus in der Gemeindeverwaltung von Tignale, werden die kleinen Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern ausgezeichnet. Tignale zählt 1240 Einwohner. Im Sommer steigt die Zahl der in dem Ort lebenden Personen auf rund 9.000. Bei den Orten, die vom Touring Club bewertet werden, handelt es sich um ganz besondere Orte, die oft noch recht unbekannt sind, doch in denen der Umweltschutz, das kulturelle und künstlerische Erbe, aber auch die Qualität des Fremdenverkehrsangebots zusammen mit einem tragbaren Tourismus für einen authentischen Urlaub sorgt. Um mit der orangefarbenen Fahne des Touring Clubs ausgezeichnet zu werden, muss man sage und schreibe 250 Kriterien erfüllen. Sie sind in fünf Bereiche unterteilt: Empfang, Übernachtungsangebot und zusätzliche Service-Leistungen, Anziehungspunkte für den Tourismus, Strukturen des Ortes und Qualität der Umwelt. Die Kontrollen des Touring Clubs sind sehr streng und erfolgen anonym. In den letzten 20 Jahren wurden nur acht Prozent der über 2800 Kandidaturen angenommen. Die Prämierten werden alle drei Jahre kontrolliert. Die Fahne, so Bertoldi, sei das Ergebnis der Zusammenarbeit von „Tignale Servizi“ mit dem Kulturverband Proloco und den Vereinigungen und ehrenamtlichen Helfern, die sich das ganze Jahr über für Tignale einsetzten. Hinzu käme, so der Referent für Tourismus, die Verbesserung der Fremdenverkehrsanlagen im Zeichen des Umweltschutzes.


Auch auf dem Veroneser Gebiet dürfen zwei Gemeinden die orange Fahne hissen: Malcesine am Ostufer des Sees und Soave im gleichnamigen renommierten Weinanbaugebiet.