Wegen Mordes gesuchter Straftäter flieht aus Deutschland: bei Mantua festgenommen

Die Flucht eines deutschen Häftlings, der wegen Mordes, sexueller Gewalt und schwerer Körperverletzung verurteilt worden war, endete in der Provinz Mantua. Der Mann hatte sich während eines genehmigten Hafturlaubs in Deutschland abgesetzt und anschließend auf einem Motorrad mehr als 800 Kilometer durch mehrere europäische Länder zurückgelegt. Seine Flucht endete an der Mautstelle Mantova Nord der Brennerautobahn, wo er die Kontrolle über sein Motorrad verlor und stürzte.
Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Da er weder Ausweispapiere noch einen Führerschein bei sich hatte, konnte seine Identität zunächst nicht festgestellt werden. Erst nachdem die deutschen Behörden eine internationale Fahndung ausgelöst hatten, gelang es der Verkehrspolizei von Mantua mithilfe internationaler Datenbanken, der Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden und der Spurensicherung, den Mann eindeutig zu identifizieren.
Der Gesuchte wurde im Krankenhaus unter Bewachung gestellt und aufgrund eines Europäischen Haftbefehls festgenommen. Anschließend wurde er in das Gefängnis von Mantua gebracht, wo er bis zu seiner Auslieferung nach Deutschland auf Anordnung des Berufungsgerichts Brescia in Haft bleibt. Die Ermittler rekonstruieren nun seine Fluchtroute und prüfen, ob er unterwegs Unterstützung erhalten hat. Bislang liegen keine Hinweise auf weitere Straftaten während seiner Flucht vor.








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